Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens
Herkunft und Selbstverständnis
Unsere Ordensgemeinschaft wurde am 25. März 1920 in Meppen/Emsland gegründet. Unser Gründer ist Erzbischof Dr. Wilhelm Berning, Bischof von Osnabrück. Er erlebte in seiner Amtszeit (1914 - 1955) die religiöse und soziale Not in den ausgedehnten Diasporagebieten seiner Diözese. Seine Sorge um die Ausbreitung des Reiches Gottes auf Erden und seine Liebe zu den ihm anvertrauten Menschen führten ihn zu dem Gedanken, eine neue Kongregation für Diaspora- und Missionsaufgaben zu gründen. Mit sechs Schwestern begann er im März 1920 seine Neugründung, der er den Namen “Kongregation der Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens” gab - und damit auch ihre missionarisch-marianische Ausrichtung. Als Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens wissen wir uns berufen und verpflichtet, in der Gemeinschaft mit Christus seine Erlösungssendung zu leben.
In immer neuer Antwort auf unsere Berufung bemühen wir uns, unseren missionarischen Dienst, den wir mit Christus den Menschen leisten, nach den Forderungen des Evangeliums auszurichten und in der jeweiligen Ortskirche zu verwirklichen.
Aufgabenbereiche
Unter dem Leitwort unseres Gründers: “Die Liebe Christi drängt” (2 Kor 5,14), widmen wir uns den missionarischen und caritativen Tätigkeiten in der Bundesrepublik Deutschland, in Schweden und in Brasilien: in Seelsorge und Schule, in Kinderheimen und Kindergarten, in Krankenhäusern, Sozialstationen und Altenheimen, in Basisgruppen und in der Sorge für die Armen.
Aufnahmevoraussetzungen
Die Eingliederung in unsere Ordensgemeinschaft vollzieht sich stufenweise. Sie umfasst Postulat, Noviziat und Juniorat. Voraus-setzungen für die Aufnahme in unsere Kongregation sind dem Alter entsprechende Reife im menschlichen und christlichen Leben:
psychische und physische Gesundheit, Fähigkeit zum Leben in Gemeinschaft, freie Entscheidung, Leben aus dem Glauben der Kirche, Eignung und Bereitschaft für unsere apostolischen Aufgaben.
Ausbildung/Bindung
Die Erfüllung unserer Missionsaufgabe ist angewiesen auf einen tragfähigen Glauben. Diesen Glauben zu fördern und zu vertiefen ist die Hauptaufgabe unserer Ordensausbildung. Sie beginnt mit dem Postulat, einer ersten Vorbereitungszeit auf den Eintritt ins Noviziat. Ihre Dauer richtet sich nach dem Alter, der Vorbildung und der personalen Reife der Bewerberin.
Das Noviziat dauert zwei Jahre und dient der Einführung in das Leben unserer Ordensgemeinschaft und der eigenen Prüfung. Mit der Ablegung der zeitlichen Gelübde beginnt das Juniorat. Es dient der theologischen, spirituellen und beruflichen Weiterbildung, dem praktischen Einsatz und der Prüfung es Ordenslebens, vor allem im Hinblick auf das Leben in der Gemeinschaft der Schwestern und die apostolische Sendung unserer Kongregation. Es dauert wenigstens drei und höchstens sechs Jahre. Danach legt die Juniorin ihre ewigen Gelübde ab.
