Priester werden

- berufen wozu?

Wer wird Priester?

Nicht selten hat jemand – vielleicht ohne es zu ahnen – mit einer harmlosen Frage eine Gedankenlawine ausgelöst: "… Sollte ich Priester werden?" Manche jungen Männer beginnen deshalb nach dem Abitur oder nach ihrer ersten Ausbildung mit dem Weg zum Priestertum, andere entdecken ihre Berufung später, im Studium oder schon im Beruf – jeder Priester hat seine eigene Berufungsgeschichte. Und es lohnt sich nachzufragen.


Berufen wozu?

Die katholische Kirche ist herausfordernd, wenn es um ihre Priester geht. Sie sucht für den Dienst an den Sakramenten zum Aufbau des Volkes Gottes Männer, die sich bewusst und positiv für ein Leben in Ehelosigkeit entscheiden. Sie sucht Männer, die von Gott so tief angerührt wurden, dass sie für Ihn alles hinter sich lassen. Er ist es, der sie erfüllt. Die Leidenschaft für Gott ist entscheidend!


Ein Dienst in und an der Kirche

Unter diesen Männern sucht die Kirche Bewerber und Kandidaten zum Dienst des Priesters: die Feier der Eucharistie, die Taufe und Eingliederung in die Kirche, die öffentliche Verkündigung in der Messfeier und die Leitung des Gottesvolkes sind dem Priester – im Gehorsam zu seinem Bischof – anvertraut. Diese Dienste sind für die Kirche unverzichtbar.

Priester machen deutlich, dass die Kirche kein Club oder Verein ist, sondern immer neues Ereignis des Handelns Gottes an den Menschen. Denn es ist Gott selbst, der sich im Anderen - und so auch im Dienst des Priesters am Nächsten - schenkt.
Kein Wunder also, dass die Kirche für einen solchen Dienst Menschen braucht, die mit allen ihren Gaben, mit all ihrer Kraft und Intelligenz sich in den Dienst Gottes und seines Volkes stellen – im Wissen darum, dass das Entscheidende Gott tut: Priestersein ist ein demütiger Dienst. 


Priester für das Bistum Hildeheim

Und was kann das genau im Bistum Hildesheim heißen...? Das ist eine gute Frage!
Die Kirche, auch in unserem Bistum, ist im Begriff sich zu verändern. Das ist zunächst kein Grund zur Sorge, denn von jeher hat sich die Kirche Christi als pilgerndes Volk verstanden. Und gerade in dieser Zeit braucht es Männer und Frauen, die sich für andere in den Dienst nehmen lassen. Gott ruft zu jeder Zeit Männer und Frauen in diesen Dienst: als Ministranten wie als Mitglied im Pfarrgemeinderat, als hauptamtliche Laien und eben auch als Priester. Jeden nach seinen Fähigkeiten und seinem eigenen Charisma.

 

Und wenn ich mir nicht 100%ig sicher bin...

... ist das kein Grund, sich nicht weiter auf den Weg seiner Berufung zu machen. Kein Seminarist tritt in das Priesterseminar ein und muss sich nicht auf den Weg der Berufungsreifung und -prüfung machen.
Letztlich ist die Zeit bis zur Priesterweihe nicht eine Zeitspanne an dessen Ende der Seminarist ein Soll abzuleisten hat um geweiht zu werden. Einen Berufungstest, den man wie eine Klausur zu bestehen hätte, gibt es nicht. Was schließlich zählt ist zu lernen, jeden Tag aufs neue seine Berufung treu leben zu lernen, sich authentisch zu geben und seine Beziehung zu Christus im Alltag durchstrahlen zu lassen.

 

Wege der Berufungsklährung

Um seiner eigenen Berufung auf die Spur zu kommen gibt es viele Möglichkeiten. Eine ist in jedem Fall ein guter Startpunkt: Das Gespräch mit einem Menschen, in dem man etwas genauer schauen kann, wie man gut weitergehen kann. Für solche Gespräche stehen neben Regens Dr. Christian Hennecke auch unser Diözesanjugendseelsorger Martin Wilk sowie die Dekanatsjugendseelsorger zur Verfügung. Aber auch andere Menschen geistlichen Lebens (Ordensmänner und -frauen, hauptamptliche Mitarbeiter in der Seelsorge) können als Wegbegleiter angesprochen werden. Nur Anfragen muss man noch alleine...