Gemeindereferentin/Gemeindereferent
Ein pastoraler Laienberuf
Als erster pastoraler Frauenberuf geht der Beruf der heutigen Gemeindereferent/-innen zurück auf die Anfänge des 20. Jahrhunderts. In Folge der sozio-ökonomischen und den damit einhergehenden Veränderungen, auch in der Kirche entstanden viele neue (Frauen-)Berufe im sozialen und kirchlichen Bereich. Aus der Seelsorgehelferin wurde um 1975 die Gemeindereferentin. Seit dieser Zeit sind auch Männer in diesem Beruf tätig.
Einsatzfelder heute
Gemeindereferenten und Gemeindereferentinnen arbeiten in den drei Grunddiensten der Kirche, der Verkündigung, Liturgie und Diakonie verantwortlich mit. Tätigkeitsfelder sind in der Sakramentenpastoral, in der Leitung und Begleitung von Glaubensgesprächen, Bibel- und Besinnungstagen, Exerzitien im Alltag. Sie gestalten Gottesdienste, übernehmen im Einzelfall Beerdigungsfeiern und bilden u.a. Lektor/-innen, Ministrant/-innen sowie Gruppenleiter/-innen aus.
Sie organisieren und begleiten Besuchsdienste, Ferienfreizeiten und Familienkreise. Sie sind tätig als geistliche Begleiter/-innen von Verbänden u.a.m. Häufig sind sie Ansprechpartner/-in für die Jugendarbeit und kooperieren mit Jugendbezirksstellen u.a. Partnern. Gemeindereferent/-innen sind darüber hinaus auch in außergemeindlichen seelsorglichen Aufgaben eingesetzt sind, zum Beispiel in der Krankenhausseelsorge.
Im Bistum Hildesheim sind zur Zeit 105 Gemeindereferent/-innen insgesamt eingesetzt.
Davon sind 10 Gemeindereferent/-innen in kategorialen Feldern tätig.
Ausbildungssituation
Auf Grund der finanziellen Situation des Bistums findet momentan keine Ausbildung mehr statt. In anderen Bistümern wird weiter ausgebildet. Die erste Phase der Ausbildung ist in der Regel an einer Fachakademien oder Fachhochschulen. Bei Interesse aus unserem Bistum ist eine Vermittlung in andere Bistümer grundsätzlich möglich.
