Klimaschutzinitiative des Bistums Hildesheim
Die Haushaltslage des Bistums, bedingt durch den demographischen Wandel und die aktuelle Wirtschaftslage, machen den Blick auf die steigenden Energiekosten erforderlich. Nicht zuletzt im Sinne des Klimaschutzes sollten daher in den Kirchengemeinden Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Umgang mit den Energie-Ressourcen geschaffen werden.
Das Bistum hat insgesamt das Ziel, mit seiner Klimaschutzinitiative (pdf, 1,4 MB) mindestens 20% des heutigen Energieverbrauches bis zum Jahr 2020 einzusparen. Das ist ein durchaus ehrgeiziges Ziel, weil es sich bei den kirchlichen Immobilien im Bistum um überwiegend ältere Bestandsbauten handelt. Mit dieser Klimaschutzinitiative soll der Energieverbrauch und damit der CO2-Ausstoß, der beim Betrieb der Gebäude der Kirchengemeinden und diözesanen Einrichtungen entsteht, nachhaltig gesenkt werden.
Das Bistum bietet deshalb den Kirchengemeinden mit seiner Klimaschutzinitiative ein gestuftes Handlungsprogramm an. Ziel ist die flächendeckende Einführung eines Energiemanagements für alle Gebäude, gefolgt von gezielten Verbesserungsmaßnahmen für energetisch modernisierungsbedürftige Gebäude.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützt dieses Projekt im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative in sozialen, kulturellen und kirchlichen Gemeinschaften über ein Förderprogramm. Einen weiteren Zuschuss gewährt das Bistum Hildesheim, sodass sich der von den Kirchengemeinden zu erbringende Eigenanteil auf 250 € je ausgewähltem Gebäude beschränkt.
Nachdem die Experten bei allen Gebäuden jeweils eine Grob- und bei ausgewählten Gebäuden eine Feinanalyse erstellt haben, stehen nun die ersten Ergebnisse fest: Alleine durch sinnvolles und bewusstes Verhalten könnten bei den untersuchten Gebäuden pro Jahr sechs Prozent der Energie eingespart werden. Dazu müssten die Gemeindemitglieder nicht viel mehr tun als zum Beispiel die Raumtemperatur zu senken, richtig zu lüften, die Heizkörper freihalten und Lichtschalter zu überprüfen.
Sind die Pfarrgemeinden bereit, einige Euro zu investieren, lässt sich der Energieverbrauch um weitere fünf Prozent senken. Sinnvoll ist unter anderem, die Fenster abzudichten, Glühlampen zu tauschen und Bewegungsmelder einzubauen. Berechnungen haben gezeigt, dass sich die Kosten dafür nach drei Jahren amortisiert haben. Richtig viel bringen Maßnahmen, die etwas teurer sind, ein neues Dach etwa, Gebäudedämmung oder eine sparsamere Heizung. Durchschnittlich elf Jahre dauert es dann, bis die Einsparungen die Kosten übersteigen.
Seit September 2011 werden in einer zweiten Gruppe jeweils ein Jahr lang weitere 100 Gebäude des Bistums begutachtet, eine dritte, vierte und fünfte Gebäudegruppe folgen zu Beginn des Jahres 2012, am 1. März und 1. Juni.
Gemeinden, die noch nicht bei der jetzt laufenden Klimaschutzinitiative berücksichtigt werden konnten, können eine Anfrage bezüglich einer späteren Teilnahme (Zusammenschlusserklärung) an die Immobilien- abteilung richten.
Weitere Informationen und Nachfragen bei:
Martin Spatz Projektleiter (Immobilienabteilung) - Tel. (05121) 307 252 oder
Michael Voigt - Fa. ENAKON Projektpartner - Tel. (0511) 59 02 96 00



