Mechanische Schäden
Die Schäden hatten unterschiedliche Ursachen: als montagebedingt waren zum Beispiel Schnitte in den Blechen oder die Verdrückung von Wulstrankenstreifen zu beurteilen; daneben waren Verdrückungen bzw. Beulen in den Hohlkugeln am Traggestänge und Brüche bzw. Risse vor allem an Bauteilen mit geringer Materialstärke festzustellen.
Mit statisch-dynamischen Untersuchungen am hängenden Leuchter im Dom wurden die Standsicherheit der Tragkonstruktion sowie die Auswirkung von Deformationen auf die Baugruppen ermittelt.
Hierbei wurde festgestellt, dass Umlastungen zu weiteren Schäden führen können. Die 48 Baugruppen wurden deshalb einzeln abgenommen, in der Werkstatt bearbeitet und wieder am hängenden Traggerüst montiert. Das Traggerüst musste hierbei nicht umgelastet werden und behielt während der gesamten Restaurierung seine Form in hängendem Zustand.
Beim Zusammenfügen der restaurierten Einzelteile wurden kleinere Krampen verwendet, um das Lochspiel zu vergrößern und somit Bewegungen ohne Zwängungen zu erlauben.
Weitere Ergänzungen oder Veränderungen an den Baugruppen waren aus statisch-konstruktiver Sicht nicht notwendig.
Gelöste Verbindungen
Einige der Kupfersplinte, die 1901/02 neu eingebracht wurden, fehlten und waren nur zum Teil durch Notsicherungen aus Eisendraht ersetzt. An Kupferbauteilen und Hinterlegungen haben sich spätere Nietverbindungen gelöst.

Schadhafte Verbindungen an einem Turm des Heziloleuchters
